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Hier eine kurze Beschreibung des Durchlichtmikroskops

Durchlichtmikroskope erlauben bis zu ca. 1200-facher Vergrößerung. Das Halogen- oder auch LED-Licht durchläuft zunächst das Leuchtfeld. Hier wird es gebündelt, so daß ein Lichtstrahl mit dem Durchmesser des Kondensors bekommt.

Der Kondensor (condensare lat. = verdichten) verdichtet es zu einem hellen Fleck von ca. 4mm. Damit die nachfolgende Optik möglichst kein Streulicht durch das Präparat "einfängt", besitzen gute Mikroskope im Leuchtfeld eine Leuchtfeldblende. Mit dieser lässt sich der ausgeleuchtete Bereich auf das Gesichtsfeld beschränken. Das sorgt für einen besseren Kontrast.

Mit der Aperturblende im Kondensor lässt sich der Kontrast einstellen. Sie sollte gerade so weit geschlossen werden, dass das Bild kontrastreich erscheint. Ist sie zu weit geschlossen, verliert das Bild an Auflösung. Der Kondensor lässt sich aheben und senken um eine optimale Ausleuchtung zu gewährleisten. Weiterhin gibt es dort einen Halter für verschiedene Farbfilter oder eine Dunkelfeldscheibe.

Bei Mikroskopen der hohen Preisklasse lässt sich auch noch die Optik unterhalb der Leuchtfeldblende heben und senken. Somit ist die "Köhlersche Beleuchtung" realisierbar. Hier fallen alle Lichtstrahlen exakt parallel durch´s Präparat. Somit haben wir die exakteste Lichtführung.

Weder die Leuchtfeld- noch die Aperturblende dienen zur Helligkeitseinstellung. Hierfür ist ausschliesslich die Dimmung der Lampe zuständig.

Im weiteren Verlauf gelangt das Licht durch das Präparat. Das zu beobachtende Objekt liegt auf dem Objektträger und ist in den allermeisten Fällen durch ein Deckglas geschützt.

Dann fällt das Licht durch die Optik, bestehend aus Objektiv und Okular. Die Vergrösserung des Objektivs multipliziert mit der des Okulars ergibt die Vergrößerung. Es gibt ganz billige Objektive mit Linsen aus gepresstem Glas bis hin zu extrem teure für Spezialanwendungen, die leicht mal 5000€ und mehr kosten können. Man unterscheidet z.B. zwischen Achromaten, Semiplan- und Planobjektive.

Ein kleines aber hochpräzises Teil ist der Objektivrevolver. In ihn sind die -üblicherweise 4 oder 5- Objektive eingeschraubt. Er erlaubt durch einfaches Drehen den Objektivwechsel. Forderung aus der Praxis: Beim Objektivwechsel zur nächst höheren Vergrösserung darf das beobachtete Objekt nicht aus dem Blickfeld verschwinden. Sie können sich leicht vorstellen, dass bei leicht seitlich versetztem oder schief stehendem Objektiv oder eine unpräzise Rasterung diese Foderung nicht mehr eingehalten wird. Aus meiner Sicht ein wichtiges Kaufkriterium und bei Euromex immer sauber gelöst.

Ein binokularer Einblick ist sinnvoll und erlaubt entspannteres Mikroskopieren als am Monokular. Auch hier ist höchste Präzision gefragt, denn die beiden zur Verfügung gestellten Bilder müssen ja exakt deckungsgleich sein.

Okulare und Objektive bilden eine Einheit: Mikroskophersteller korrigieren häufig kleine verbleibende Fehler der Objektive mit den zugehörigen Okularen. Deshalb führt die zusätzliche Anschaffung eines besonders guten Objektivs oder eines besseren Okularpaares für ein Mikroskop einer anderen Baureihe oder eines anderen Herstellers oft zu unbefriedigenden Ergebnissen.

Zum Fotografieren ist ein trinokulares Mikroskop von Vorteil. Hierbei wird die Kamera auf einen weiteren Lichtschacht montiert. Mit einem Schieber lässt sich das Licht vom binokularen Einblick auf die Kamera umschalten.

 

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